Form und Ausdruck des Stadthauses suchen nach Eigenständigkeit und zugleich nach Kooperation mit der Stadt, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts rasterförmig innerhalb der 1841 gegründeten Bundesfestung entwickelt hat. Die primäre Gestalt des Hauses reklamiert in seiner Formfindung Autarkie und eine neue Dimension für die kommende Entwicklung der Stadt. Die Form der dünnformatigen, eigens hergestellten Torfbrandklinker und der gleich gefärbten Beton-Fensterrahmen nehmen die Geometrie des orthogonalen Rasters auf.
Einheitliche Fassadenöffnungen geben den Wohnungen durch außergewöhnlich viel Licht einen hohen Alltagswert und schaffen in der äußeren Erscheinung einen Maßstab, der eine hohe Wiedererkennbarkeit herstellt.
Das Ziel, die Grenzwerte des Niedrigenergiehaus Standards zu unterschreiten, wird durch ein sehr günstiges Volumen-Hüllflächen-Verhältnis, die Minimierung von Transmissionswärmeverlusten durch hochwärmegedämmte Außenbauteile, durch die Bauteilaktivierung der Massivdecken und durch eine Pelletheizung erreicht.
Veröffentlichungen:
Bauwelt 14/2008 Architecture Today 5/2008 Detail 10/2009 Mauerwerk, Putz, Farbe Deutsches Architektur Jahrbuch 2009/10, DAM Opus C Planen und Gestalten mit Beton 6/2009 Architektur International 4/2010: Mehrfach preisgekrönt
Auszeichnungen:
Thomas Wechs Preis 2008 Architekturpreis 2009 – Ziegel Zentrum Süd e.V. BDA Preis Bayern 2010, Nominierung Kategorie Gewerbe- und Verwaltungsbau Neues Wohnen in der Stadt, Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung, Anerkennung
Kosten:
3.759.000 €
Fläche:
3.001 m²
Planungsleistung:
Generalplanungsleistung LPH 1-9
Mitarbeiter:
Stephan Riedel, Ivan Grafl, Martin Vaché, Elmar Schaugg